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Schulbesuch: Ja oder Nein?

Ich kann die Petitionen, die an den Petitionsausschuss des Bundestages von Deutschland gingen, schon gar nicht mehr zählen. Es waren und sind unzählige. Diese bringen nur nicht viel. Man sollte auch nicht vergessen, dass man jederzeit Besuch vom Jugendamt erhalten könnte. Eltern tragen diesen Kampf auf Kosten ihrer Kinder aus. Diese sind sicher erstmal froh, dass sie ihre Zeit nicht in einem Schulgebäude absitzen müssen. Werden sie allerdings in Obhut vom Jugendamt genommen, dann war es das mit der Freude.

Grundschule?????

Seien wir mal ehrlich: Wer erinnert sich noch an das Gelernte aus der Grundschulzeit? Wer weiß noch, was er an der weiterführenden Schule in seiner ersten Chemiestunde behandelt hat? Dies sind alles Tatsachen, welche (ohne mich hierbei auf Statistiken zu berufen) ich von Menschen aus meinem näheren Umfeld bestätigt bekommen habe. Trotzdem hebeln diese Tatsachen leider nicht die unumgängliche Schulpflicht in Deutschland aus.


Welches Übel ist nun größer?


Übel Nummer eins:


Die Kinder in die Schule schicken.

Selbstverständlich mental gestärkt im Sinne von:

  • erstens zu hinterfragen
  • zweitens Strafen, welche von Lehrern gerne als „Erziehungsmaßnahmen” deklariert werden zu verweigern
  • drittens mit der Option als Eltern jederzeit für sie erreichbar zu sein, sollte in der Schule etwas vorfallen.

Der dritte Punkt könnte Missfallen auslösen, aber wären die Kinder zu Hause – müsste man dann auch nicht als ständiger möglicher Ansprechpartner fungieren? Hierzu auch bald mehr.

Übel Nummer zwei:


Die Kinder nicht zur Schule schicken und (im schlimmsten Fall) einen Entzug oder Teilentzug des Sorgerechts in Kauf nehmen? Die finanziellen Belastungen, welche durch Bußgelder entstehen, in Kauf nehmen. Die psychische Belastung welche entstehen kann ist auch nicht außer acht zu lassen.Zu Übel Nummer zwei gehört auch der nicht unerhebliche finanzielle Aspekt, welcher in Freilerner Kreisen oft nicht oder nur am Rand erwähnt wird. So, nun „müssen“ die Kinder nicht zur Schule, weil die Eltern gemeinsam mit ihnen beschlossen haben, dass es besser ist sich selbst bestimmt zu bilden.

Psychische Belastung

Die Freude der Kinder, darüber nicht zur Schule zu müssen, wird spätestens bei den irgendwann folgenden Gerichtsterminen getrübt. Selbst wenn sie nicht persönlich anwesend sein müssen und die Eltern diese alleine wahrnehmen: Geht diese psychische Belastung an den Eltern spurlos vorbei? Falls ja, dann haben sie meinen Respekt. Viele stecken das aber nicht einfach so weg. Es belastet ihre Psyche. Wäre es da nicht einfacher in Ruhe leben zu können? Ohne aufreibende Diskussionen mit den zuständigen Behörden? Ohne die Angst (ich weiß liebe Freilerner: Ihr habt keine Angst, denn ihr fühlt euch im Recht – nur Recht haben und Recht bekommen sind zwei unterschiedliche Dinge) vor dem möglichen Kindesentzug? Dies ist wohl auch noch nicht oft passiert, dass Freilernern die Kinder entzogen wurden. Das mag einerseits vielleicht daran liegen, dass viele gut situierte Familien darunter sind oder auch daran, dass es ihnen einfach nichts ausmacht einen z.B. fünfjährigen Kampf mit den Behörden auszufechten. Der letzte Satz war meinerseits eher ironisch gemeint, da ich es absolut nicht nachvollziehen kann, wie ein fünfjähriger Kampf spurlos an jemandem vorbeigehen soll. Im nächsten Artikel gehe ich ein wenig auf die angeblichen Alternativen zur deutschen Schulpräsenzpflicht ein.

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